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Diese Erkenntnis zeigt, dass in dem Konzept Neue Weltordnung Leute tätig sind, die die Fähigkeit besitzen, ein Gesellschaftssystem in seiner Gänze geistig erfassen, durchdringen und verstehen zu können. Solche Leute besitzen in der Regel die zusätzliche Fähigkeit, bei eigenen Inhalten nicht in idealisierte Bilder oder (unrealistische) Hoffnungen abzugleiten, sondern ganz nüchtern die tatsächlichen Realitäten erkennen und mit ihnen arbeiten zu können. Und von solchen Leuten, mit solchen Fähigkeiten, gibt es auf der Gegenseite, den Systemerneuerern, wenn überhaupt, gerade mal nur eine handvoll. Allerdings ist in dieser Szene häufig der existenzielle Fehler anzutreffen, auf solche Leute mit solchen Kompetenzen nicht hören zu wollen. Deswegen sind die Chancen der Neuen Weltordnung sich im Ernstfall durchsetzen zu können, erheblich größer, als für Alternativkonzepte. Hinzukommt, dass sich die NWO mit einem fertigen institutionellen, strukturellen und rechtlichen Konzept und damit einer gesellschaftlichen Ordnung präsentieren kann, die sofort umgesetzt werden könnte, zzgl. mit in der systemischen Arbeit (und im Populismus) erfahrenen Profis und Politikern. All das fehlt der Alternativszene samt ihren Konzepten weitestgehend, was ihre Erfolgs- und Durchsetzungschancen stark mindern wird. Hier zeigt sich dann auch ein grundlegendes Dilemma der Linken, ihren Unwillen ein konkretes, konstruktives und praktikables Systemkonzept von etwas Neuem gemeinsam anzustreben, weil sie auch heute immer noch in unterschiedliche ideologische Vorstellungen zersplittert sind sowie vielfach immer noch dem Irrglauben nachhängen, ein neues Gesellschaftssystem müsse sich unbedingt aus sich selbst heraus entwickeln bzw. von der Zivilgesellschaft, von den Menschen entwickelt werden, also ein sozusagen offener Prozess, ein Open Space sein und in dem die Menschen dann auch gleichzeitig emanzipiert bis transformiert werden sollen. Also quasi: man schaffe das Alte und Überkommene ab und fängt dann einfach gespickt mit ein paar linken Grundsatzideen und -gedanken neu an und schaut dann mal, wie sich das Ganze so entwickelt  -  wobei sich das Ganze natürlich schon nach linken Vorstellungen entwickeln soll. Eine anmaßende Denke (anmaßend im Sinne der ideologischen Auffassung, dass die Menschen in ihrem individuellen inneren Ganzen alle gleich sind, und wenn nicht, gleichgemacht werden müssen), die aber in einer pluralistischen (Gesamt-)Gesellschaft und vor allem aufgrund der Grenzen der Realität Mensch sowie der breiten Unwissenheiten in der Bevölkerung in der Praxis nicht funktioniert und woran schon die Piraten-Partei, Podemos in Spanien sowie das Experiment der “Räte-Republik” gescheitert sind. Ausnehmen muss man hier allerdings das Systemkonzept der Wertstufendemokratie, die nach meinen Analysen als einziges Alternativkonzept den konstruktiven und praktikablen Rahmen für notwendige neue systemische Institutionen und Strukturen sowie die Grundlagen für eine rechtsstaatliche Rechts- und Verfassungsordnung und damit einer unbedingt notwendigen systemischen Ordnung mitbringt und im Prinzip ebenfalls sofort umgesetzt werden kann, weil sie unabhängige Fachkompetenz, d.h. unabhängig von politischer oder inhaltlicher Ideologie, anspricht und bindet. Außerdem stellt die Wertstufendemokratie eine konstruktive und qualitative Weiterentwicklung und Erneuerung dar, die auch aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Altkanzler Helmut Schmidt bekannte in einer Diskussionsveranstaltung mit Henry Kissinger in der Bertelsmann-Stiftung, dass die Neue Weltordnung schon längst Realität sei, die Menschen das aber nur noch nicht begriffen hätten! Gemeint hat er damit, das global bestehende einheitliche, neoliberale Wirtschaftssystem, das mit seiner im Gesamtsystemischen dominanten und normativen Macht, weltweit faktisch nur noch eine, nämlich eine wirtschaftsradikale Gesamtpolitik zulässt. Oder anders ausgedrückt, eine Politik, die nur die wirtschaftlichen Belange berücksichtigt bzw. eine Politik der totalen Freiheit des Kapitals erzwingt. Deswegen ist es mittlerweile auch vollkommen egal welche Partei man wählt, denn in der (Regierungs-)Praxis können alle Parteien letztendlich nur noch eine, die gleiche, weltweit einheitliche, neoliberale gesamtsystemische Politik betreiben. Tun sie das nicht, besteht die große Gefahr, dass diese Länder dann vom globalen System sozusagen verlassen und abgekoppelt werden und dann existenziell vollständig abstürzen, wie geschehen mit Island, Argentinien, Ecuador und aktuell mit Frankreich, Russland und Tunesien und wie Griechenland im Juni/Juli 2015 und vorher schon u.a. Portugal, Irland und Zypern angedroht. Das CETA, das TISA und das TTIP bekommen unter dieser Betrachtung noch mal eine ganz neue Bedeutung, denn sie sind faktisch elementare Grundbausteine auf dem Weg hin zu einer globalen Weltregierung und zu der rechtlichen und demokratischen Entmachtung der Nationalstaaten. Denn auch nach einem irreparablen Systemzusammenbruch, blieben im Falle der Elitenrettung, diese Vertragswerke bestehen und würden dann mit ihren vertraglichen Formulierungen bzw. mit ihren rechtlichen und institutionellen Verankerungen im Völkerrecht, die rechtliche und institutionelle Entwicklung hin zu einer politischen Weltregierung mit vorgeben, ebnen und politisch erleichtern. Außerdem entsprechen das CETA, das TISA und das TTIP von ihrem ganzen Geist, Denken und Handeln genau dem Geist, Denken und Handeln der Neuen Weltordnung, dem Denken und Handeln des absoluten Vorranges der Wirtschaft vor allem anderen. Vorrang vor den Menschen und den Menschenrechten, Vorrang vor der Demokratie sowie Vorrang vor der Natur und Umwelt. Denn mit dem CETA, dem TISA und dem TTIP geht es darum, eine im Völkerrecht verankerte Wirtschaftsverfassung dauerhaft und aufgrund ihrer Verankerung im Völkerrecht auch unumkehrbar zu etablieren, von der ausgehend sämtliche gesellschaftlichen und systemischen Bereiche bestimmt und geregelt werden sollen. Und diese Grundphilosophie einer die Welt reglementierenden Wirtschaftsverfassung, entspricht genau der Grundphilosophie und dem Ausgangsdenken der Neuen Weltordnung. Ob sich dann letztendlich die gesamte Welt in dieser einen Weltregierung konstituieren würde, ist eher unwahrscheinlich, denn die arabische Welt sowie Russland, China und Indien werden sich in ihrer politischen Macht nicht einfach so beschneiden lassen wollen. Das ist aber auch nicht das vorrangige Ziel. Vielmehr würde es im ersten Schritt erst mal nur darum gehen, Nordamerika, Mittelamerika, weite Teile Südamerikas (Brasilien, Argentinien, Chile) sowie die allermeisten europäischen Länder und mit Chance Australien und Japan unter diese eine Weltregierung zu bringen. Und die grundsätzlichen Chancen dafür, stehen im Prinzip sogar relativ gut. Es gibt noch einen weiteren Faktor, der einen Zusammenschluss vornehmlich des “Westens” unter eine Weltregierung befördern wird: der globale Expansionsdrang Chinas, der in einer auf Jahrzehnte ausgelegten sehr intelligenten Strategie angelegt ist und mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit letztendlich sogar erfolgreich sein wird, auch weil in China solche Strategien nach holistischen Prinzipien entwickelt und aufgebaut werden und nicht wie im “Westen” vorrangig nur nach einem möglichst sofortigen und rein quantitativen Erfolg streben. Und zu den bisherigen Erfolgen gehören z.B., dass man Russland mittlerweile so langsam als so etwas wie einen Satellitenstaat Chinas bezeichnen muss, was Russland aber bis dato noch nicht bewusst ist sowie dass viele afrikanische Staaten ihre Politik im Vorfeld von China absegnen lassen (müssen) und natürlich, das Trojanische Pferd der Neuen Seidenstraße. (Dezember 2015)
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Die Mär vom Bewusstseinswandel Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass die Politik jetzt dann doch tatsächlich und ernstgemeint umfangreiche klimaschonende Ziele und Maßnahmen auf internationaler Ebene vertraglich anstreben und beschließen will. Nur leider sind diese bei Weitem nicht ausreichend, und deswegen bleiben der sog. Klimawandel und seine desaströsen Folgen auch weiterhin ein globales Faktum und damit ein existenziell bedrohliches Thema und Problem. Interessanterweise ist dieser politische Umschwung und Wille nicht einer Bewusstseinsbildung oder dem Druck der Straße bzw. von Umwelt- und Aktivistenorganisationen geschuldet, die sich diese Entwicklungen unberechtigterweise als alleinigen Erfolg auf die eigenen Fahnen schreiben, sondern hauptsächlich wirtschaftlichen Zusammenhängen. Denn die dahinterstehende Wahrheit ist, dass die Banken und vor allem die Versicherungen so langsam immer weniger in CO2-trächtige Energien und Industrien investieren wollen. Denn die potenziellen Kosten und Verluste durch die Folgeschäden und den damit einhergehenden negativen volkswirtschaftlichen Auswirkungen, werden den Finanzeliten mittlerweile zu hoch. Außerdem ist die zukünftig nur noch mögliche, schwer zugängliche und technisch sehr anspruchsvolle Erschließung und Förderung der letzten Vorkommen, zu risikoreich und zu kostspielig. Gleichzeitig entsprechen die Gewinnmargen, die aus den fossilen Energieträgern ganz grundsätzlich nur noch erzielt werden können, nicht mehr den Erwartungen der Investoren, sodass neue Geldquellen angestrebt und erschlossen werden sollen. Und aufgrund dieser Zusammenhänge und weil eben nicht ein Bewusstseinswandel vollzogen wurde, sind die angestrebten Ziele dann halt auch nicht ausreichend, sondern folgen nachwievor ausschließlich nur reinen wirtschaftlichen Interessen und den Vorstellungen der ausschließlich nur rein an der Geld- und Machtvermehrung interessierten Finanzwirtschaft! Und die Politik springt auf diesen fahrenden Zug bzw. beugt sich aus Eigennutz und Machterhaltung in diesem Fall sogar äußerst gerne diesen neuen Interessen der Geldmacht, weil sie diese Ziele unberechtigt als einen eigenen großen und positiven Ideen- und Durchsetzungserfolg verkaufen kann und das auch tut, um damit dem Volk zur Abwechslung mal wieder die eigene Legitimation und so was wie eine Handlungsfähigkeit suggerieren bzw. vorgaukeln zu können sowie um sich feiern zu lassen! Und sollten die bis dato diskutierten Klimaschutzziele tatsächlich auch auf internationaler politischer Ebene beschlossen und verabschiedet werden können, werden dann aber für den notwendigen Umbau und die erforderlichen Multi-Milliardeninvestitionen, aufgrund der tatsächlichen Machtverhältnisse zwischen Politik und Finanzwelt bzw. auch aufgrund der personellen Verzahnung von Politik und Finanzwirtschaft, letztendlich hauptsächlich die Steuerzahler und die Verbraucher aufkommen!   -   Ein Bomben-Mega-Geschäft!!! Trotz dieser nur halbherzigen Ziele, werden sich die Gesellschaften/Menschen mit großer Wahrscheinlichkeit mit diesen nur Halbherzigkeiten zufrieden geben und im Prinzip so weitermachen wie bisher. Aber diese “Na immerhin-Besser als nichts-Haltung”, ist aufgrund der Existenzialität dieses Themas nicht ausreichend, falsch und vor allem im existenziellen Sinne äußerst fatal, weil solch eine Haltung grundsätzlich und immer nach hinten los geht. Denn in 2014 betrug der Wert der globalen Durchschnittserwärmung 0,85 °C, und wir alle können überall auf der Erde die desaströsen Folgen allein nur dieser Erwärmung mit dem Schmelzen der Gletscher und Polkappen, der Versauerung der Meere inkl. des Korallensterbens, steigenden Meeresspiegeln, dem zunehmenden Aussterben von Tier- und Pflanzenarten, zunehmenden Extremwetterlagen wie u.a. mit langanhaltenden Dürreperioden oder Starkregen sowie mit dauerhaften regionalen Klima- und Biotopveränderungen besichtigen. Selbst wenn man diesen Wert von 0,85 °C halten könnte, würden aber trotzdem z.B. die Polkappen immer noch weiter abschmelzen, mit allen damit einhergehenden katastrophalen Folgen.   -   (Zusatz: Die globale Durchschnittserwärmung lag 2017 bereits bei 1,2 °C!) Wie wird die Welt dann erst aussehen, wenn sie um 2 °C erwärmt ist, das angestrebte Ziel der Begrenzung der Erderwärmung bis zum Jahre 2100? Oder selbst bei nur 1,5 °C? Ein Ziel, das überhaupt noch zu erreichen im Übrigen inzwischen im Prinzip von allen Experten als vollkommen unrealistisch eingestuft wird. Und allein diese 2 °C-Diskussion führte schon zu einem breiten Bewusstsein dahingehend, dass bei diesem Wert im Prinzip alles noch im sozusagen sorgenfreien Bereich bliebe.   -   Was für ein existenzieller Irrtum! Und selbst wenn die bis dato angekündigten Maßnahmen dann auch tatsächlich umgesetzt werden würden und dass auch so schnell wie möglich und nicht erst wie z.B. in China ab 2030, würde das aber nach dem heutigen Wissensstand trotzdem immer noch eine Erderwärmung von mindestens 2,7 °C - 3 °C bedeuten, manche sprechen sogar von einer Erwärmung von 5 °C - 6 °C. Es bedarf keiner großen Vorstellungskraft, was so ein Wert für globale Auswirkungen haben dürfte. Hinzu kommt noch ein weiterer Faktor, der in der bisherigen öffentlichen Debatte nicht wirklich berücksichtigt wird: Nach dem heutigen Stand der Forschung, sollen die sog. Treibhausgase um die 30 Jahre benötigen, bis sie in den atmosphärischen Schichten angekommen sind, in denen sich ihre klimaschädliche Wirkung entfaltet. Wenn sich das letztendlich so bestätigen sollte, würde das bedeuten, dass der größte Teil an klimaschädlichen Emissionen noch gar nicht in der Atmosphäre angekommen ist, d.h. ein Peak noch gar nicht erreicht ist. Oder deutlicher ausgedrückt, dass es auf jeden Fall noch zu einer wesentlich höheren Erwärmung als die bis dato 0,85 °C kommen wird und dass sich das auch nicht mehr verhindern lässt, auch dann nicht, wenn sämtliche Emissionen mit sofortiger Wirkung eingestellt werden würden. Ebenso mehren sich die wissenschaftlichen Hinweise, dass der Klimawandel keine lineare Entwicklung zu sein scheint, sondern galoppierend fortschreitet und dass dann damit alle bisherigen Voraussagen und Klimaschutzplanungen und -ziele unrealistisch wären. Aber angesichts der derzeitigen gesamtsystemischen Verzahnung der Energiefrage auf Wachstum, Handel, Börse, Konsum, Mobilität, Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Profit, Finanzwirtschaft (Investment, Banken, Versicherungen), Politik (Demokratie, Gemeinwesen, soziale Sicherung) und geopolitische Machtverhältnisse, dürfte bei dem sog. Klimavertrag, der in Paris im Dezember 2015 vereinbart werden soll, umfangreich getrickst und gefeilscht werden, sodass letztendlich das Ergebnis keinen notwendigen verbindlichen schnellen und radikalen Umbau bedeuten wird. Zusammengefasst bedeutet das, dass wir auf jeden Fall einem Klimawandel entgegensteuern, dessen globalen ökologischen, gesamtsystemischen und gesellschaftlichen Auswirkungen katastrophal sein werden. (Juli 2015) Zusatz: Leider scheinen sich diese meine Aussagen vollends zu bestätigen, wie der sog. UN-Weltklimavertrag von Paris 2015 (COP 21) deutlich zeigt! Hier der Weltklimavertrag in deutscher Fassung als PDF!  >>       •       Und hier im Originalwortlaut als PDF!  >> Gepaart ist dieses Szenario mit einer ganz anderen, ebenfalls bereits real existierenden Entwicklung:
Der irreparable Systemzusammenbruch Aufgrund unserer Politik der unbedingten Systemerhaltung, Elitenrettung und der eigenen Machterhaltung um jeden Preis und vor allem aus der daraus resultierenden vollkommen falschen, desaströsen und jegliche Ressourcen vernichtenden Krisenbewältigungspolitik, die nichts anderes als die Fortführung sowie eine weitere Vertiefung und Verschärfung der mit der Systemkrise von 2007/2008 eigentlich schon gescheiterten neoliberalen Politik darstellt, wurde die Geldmacht nochmal zusätzlich enorm gestärkt und noch unabhängiger und mächtiger gegenüber der Politik, als sie es ohnehin schon war. Und dies geschah durch diese Krisenpolitik zwangsläufig und automatisch, denn diese Entwicklungen, Auswirkungen und Zusammenhänge waren insofern klar und eindeutig vorhersehbar, weil die Folgen dieser Politik so logisch wie 1 + 1 = 2 sind, und, weil ja genau diese neoliberale Politik das Entstehen dieser Systemkrise überhaupt erst mit ermöglicht und verursacht hat. In der Praxis sieht das dann u.a. so aus, dass z.B. die Banken der Politik die Bedingungen diktieren können und auch diktieren, wie man sie retten darf. Und deswegen kann der Finanzkapitalismus auch heute immer noch genauso ungehindert und zügellos agieren wie vor der Krise von 2007/2008, weil keine ernstzunehmenden Regulierungen und keine notwendigen strukturellen und institutionellen Veränderungen, die die Ursachen hätten beseitigen und vor allem auch zukünftig verhindern können, in Angriff genommen wurden. Und deswegen ist das ganze Finanzsystem natürlich auch heute immer noch genauso instabil, wie vor der systembedingten Krise von 2007/2008. Ebenso ist die sog. Eurokrise alles andere als ausgestanden, sondern ganz im Gegenteil, das Auseinanderbrechen der gemeinsamen Währung ist akuter denn je, weil vor allem Frankreich wirtschaftlich mit einer abwandernden Wirtschaft und über 10 Millionen offiziellen Arbeitslosen, finanziell mit einem immer größer werdenden Haushaltsdefizit, politisch mit vollkommen erstarrten, verkrusteten und korrumpierten Systemstrukturen und einem in sich verklüngelten Zweilager-Establishment sowie gesellschaftlich mit einer sich immer mehr “radikalisierenden” Bevölkerung anfängt wegzukippen und aufgrund der Größe seiner Volkswirtschaft durch die europäischen Rettungsmechanismen dann auch nicht mehr aufgefangen werden kann. Und wenn Frankreich kippt, dann kippt auch Deutschland und dann natürlich ganz Europa. Dieses Szenario ist die große Angst europäischer Politiker, weswegen Frankreich, besonders wenn es um die Einhaltung der Stabilitätskriterien geht, auch mit Samthandschuhen angefasst wird, ganz im Gegensatz zu den südeuropäischen Staaten. Das Frankreich vor allem wirtschaftlich so abrutscht, hat einen wichtigen Hauptgrund. Frankreich hat bis dato noch keine solchen neoliberalen Strukturreformen, wie z.B. Deutschland mit der “Agenda 2010”, im neoliberalen Politsprech auch gerne “Modernisierung” genannt, umgesetzt. Und das macht das globale Wirtschafts- und Finanzsystem schlicht und einfach nicht mehr mit, sondern zwingt die Staaten bewusst und gewollt dann über wirtschaftlichen Druck in die Knie. Dahinter steckt natürlich auch die Strategie der Neuausrichtung des Gesellschaftsvertrags, weg vom Prinzip der Verantwortung und Solidarität hin zur totalen Freiheit des Kapitals, und welche im Übrigen von der Politik, und in Europa ganz besonders von der deutschen Regierung sowie von der EU-Kommission, bewusst und gewollt unterstützt und befördert wird. In diesen Kontext gehört auch die Aussage von Angela Merkel in ihrem Interview mit der “Financial Times Europe”, das sie am 16. Dezember 2012 gab: “Der Sozialstaat gefährdet unseren Wohlstand!” Und selbst wenn Frankreich dann doch solche neoliberalen Maßnahmen, im Politsprech auch gerne “Arbeitsmarktreformen” genannt, einführen sollte (Nachtrag: Solche neoliberalen Arbeitsmarktreformen, wurden in Frankreich im Juli 2016 eingeführt!), bedeutet das noch lange nicht, dass allein nur aufgrund dessen die schon abgewanderte Wirtschaft auch wieder zurückkehren wird, wie das die südeuropäischen Staaten nach der neoliberalen Umgestaltung durch die Spardiktate bereits zeigen. Ein weiterer destabilisierender Faktor, ist das wirtschaftliche Ungleichgewicht innerhalb der Währungsunion. Die wirtschaftliche Stärke Deutschlands schwächt aufgrund der bereits erschlossenen und gesättigten und damit begrenzten globalen Märkte ganz grundsätzlich und automatisch die anderen Länder in ihren wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Um dieses Ungleichgewicht auszugleichen, wird z.B. an der Geldpolitikschraube gedreht, indem über die Erhöhung der Geldmenge (Stichwort: EZB/Anleihekauf) und Zinssenkungen versucht werden soll, 1. die Inflation zu erhöhen und 2. die Investitionen anzukurbeln, um 3. dadurch ein neues Wachstum und neue, zusätzliche Arbeitsplätze zu generieren. Alle drei Zielsetzungen sind aber bis dato aufgrund der Vorgaben der Sparpolitik in Verbindung mit dem neoliberalen Wirtschaftsgebaren logischerweise nicht eingetreten. Stattdessen fließen diese Gelder im einem Bailout-Verfahren direkt in die Taschen der Finanzoligarchien oder wird von den Staaten in eine (rechtswidrige) Quasi-Bad Bank für zahlungsüberfällige Staatsanleihen umgewandelt, was das Entstehen einer neuen Kreditblase diesmal aus Staatsschulden bedeutet und die wie eine Zeitbombe funktioniert. Zusammengefasst, führt diese Geldpolitik zwangsläufig zu einer gigantischen Geldvermehrung bei den Finanzeliten und damit zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaften. Und die nur rein statistisch hoch aussehenden Wachstumsraten in den südeuropäischen Staaten, die als Gesundungen durch die Austeritätspolitik verkauft werden, kommen nur deswegen zustande, weil mittlerweile die staatlichen Leistungen, die Löhne sowie die Arbeitnehmerrechte bis zum geht nicht mehr heruntergefahren, die Steuern, Abgaben und Gebühren ausschließlich nur für die Mittel- und unteren Schichten massiv angehoben (natürlich bei gleichzeitiger massiver Absenkung der Unternehmensbesteuerungen), die Arbeitsmärkte umfassend dereguliert und öffentliches Eigentum in einer beispiellosen Weise privatisiert und ausverkauft worden sind, was zusammengenommen zu einer breiten Verarmung und Perspektivlosigkeit der Bevölkerungen, zu großen Kaufkraftverlusten und damit auch zu einem Einbruch in den Steuereinnahmen sowie zur regierungs-politischen Handlungs- und Gestaltungsunfähigkeit der betroffenen Nationalstaaten führte. Der damalige portugiesische Ministerpräsident José Sócrates empfahl 2010 in einer öffentlichen Stellungnahme seinem Volk dann auch “auszuwandern”, da aufgrund der Spardiktate und der damit einhergehenden neoliberalen Umgestaltung des portugiesischen Gesellschaftssystems, “in den nächsten 50 Jahren keinerlei Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten mehr zu erwarten seien”. Und so kommt dann auch von diesen vermeintlichen “wirtschaftlichen Erholungen” bei den Bevölkerungen und den Gemeinwesen natürlich nichts an, weil diese neuen sog. Staatsüberschüsse, die eben nicht aus einer Wirtschaftsleistung resultieren, sondern nur aufgrund dieser radikalen Senkung der Staatsausgaben auf Kosten der Sozial- und Gemeinwesen sowie einer einseitigen Ausplünderung der Zivilgesellschaften zustande kommen konnten, direkt in die Schuldentilgung, d.h. direkt in die Taschen der privaten Gläubiger und Banken fließen. Diese Art der Schuldentilgung bleibt natürlich erfolglos, weil die Gemeinwesen trotzdem irgendwie halbwegs am Leben erhalten werden müssen. Und das funktioniert nur, indem nur noch auf die jetzt noch einzige verbliebene staatliche Gestaltungsmöglichkeit zurückgegriffen werden kann, der überlebensnotwendigen Aufnahme neuer Schulden, was aber bedeutet, dass sich dadurch die Schuldenspirale und damit die Schuldenfalle weiter ins Negative entwickelt. Eine durch diese ultra-neoliberale Sparpolitik zwangsläufig und direkt bedingte Negativentwicklung, eine Sparpolitik, die in Südamerika schon gescheitert ist und zum Staatsbankrott Argentiniens, Ecuadors und Puerto Ricos geführt hat und aktuell in Europa Griechenland in den Staatsbankrott führt, dem Portugal, Spanien und Italien folgen werden. Es zeigt sich also auch hier, wie bis dato immer und überall, dass ein Sparen in der Rezession die Schulden nur erhöht und die Rezession endlos verlängert. Es beweist sich auch hier die Untauglichkeit der von Angela Merkel durchgepeitschten Austeritätspolitik. Aber letztendlich, sind diese von der Politik verlautbarten wirtschaftlichen (Schein-)Erholungen tatsächlich nicht existent bzw. liegen weit unter den (statistischen) Werten von vor der Krise. Auch schon vor der Krise entsprachen die damaligen Wachstumsraten nicht den sog. realwirtschaftlichen Erträgen. Denn auch schon damals waren die globalen Märkte, genauso wie heute, bereits erschlossen und gesättigt, und weswegen auch heute eine echte und reale wirtschaftliche Erholung natürlich nicht eintreten kann. Die damaligen Wachstumsraten basierten fast ausschließlich nur auf Kreditblasen, verursacht durch den global deregulierten Finanzkapitalismus und durch die bis heute im Euro-Raum fehlende einheitliche Steuer-, Sozial-, Finanz- und Wirtschaftspolitik. Und aufgrund des wirtschaftlichen Niedergangs durch die Systemkrise von 2007/2008, der durch die Austeritätspolitik nachhaltig verstärkt wird, der dadurch bedingten immer weiter sinkenden Kaufkraft und den damit einhergehenden sinkenden Steuereinnahmen, ist eine vollständige Tilgung nicht nur der Staatsschulden noch unrealistischer geworden, als ohnehin schon zuvor. Hinzu kommt, dass der wirtschaftliche Aufstieg der sog. Schwellenländer, die große Hoffnung der “westlichen” Wirtschaft für die dringend benötigten Wachstumsmöglichkeiten, u.a. aufgrund von raubtierkapitalistischen Zügellosigkeiten, Korruption, breiten gesellschaftlichen Ungleichheiten und durch systembedingte Blasen wegbröckelt und dadurch mittlerweile selbst in schwere Systemkrisen abrutschen, wie u.a. Brasilien, China und Indien. Ebenso bedienen diese Schwellenländer ihre eigenen inländischen sehr großen Märkte zunehmend mit eigenen hochwertigen Waren und Dienstleistungen, sodass die “westlichen” Unternehmen sukzessive von diesen Märkten wieder verdrängt werden. Deswegen wird jetzt auch als letzter Strohhalm der sog. “Marshallplan für (”mit”) Afrika” vorangetrieben, der sich am US-amerikanischen Vorbild orientieren soll und hauptsächlich natürlich vorrangig nur der westlichen Wirtschaft und damit den westlichen Volkswirtschaften dienen soll. Das alles zusammengenommen kann zwangsläufig und logischerweise natürlich nur in den nächsten Kollaps führen! Und tatsächlich mehren sich inzwischen viele eindeutige Hinweise, und im Übrigen diesmal sogar in allen Systembereichen, dass der nächste Crash im Prinzip sogar unmittelbar bevorsteht. Wirtschaftlich mit einem globalen neoliberalen Wirtschaftssystem, das sich mit seiner radikalen Ausbeutung die eigenen Lebensgrundlagen entzogen hat und die Nationalstaaten in einen gegenseitigen ruinösen Konkurrenzkampf, der gegen die eigene Bevölkerung geht, zwingt, politisch mit einer vollkommen korrumpiert-verkrusteten, ideologisch erstarrten, geist- und verantwortungslosen sowie handlungsunfähigen und -unwilligen Politikerkaste, der zunehmend (zu Recht) die Legitimation abgesprochen wird, gesamtsystemisch mit vollkommen verkrusteten systembestimmenden Strukturen und kulturell-gesellschaftlich mit Zivilgesellschaften, die zunehmend (berechtigterweise) das Vertrauen in die politischen Institutionen und deren Akteure verlieren und wesentlicher (Grund-)Werte und -rechte sowie Kommunikationsmöglichkeiten beraubt, sich zunehmend (rechts-)nationalistisch polarisieren und radikalisieren. Dieser drohende Systemzusammenbruch würde dann aufgrund dieser Zusammenhänge und vor allem aufgrund der aktuell betriebenen Politik nicht mehr reparabel sein können, weder finanziell noch wirtschaftlich und schon erst recht nicht mehr politisch und gesellschaftlich. Es würde dann einen vollkommenen Zusammenbruch und ein Versagen auch auf institutioneller und struktureller Ebene geben, sodass aufgrund dessen dann zwangsläufig die Notwendigkeit bestehen wird, ein neues Gesellschaftssystem inhaltlich, rechtlich, institutionell und strukturell gestalten und aufbauen zu müssen! Allerdings sollte aufgrund der Irreparabilität dieses drohenden Systemzusammenbruchs damit gerechnet werden, dass die Machteliten aus Gründen der unbedingten System- und vor allem der eigenen Selbst- und Machterhaltung einen Krieg beginnen könnten, (wenn sie sich nicht mit dem großen Projekt im Hintergrund, der sog. “Neuen Weltordnung” (1), durchsetzen können). Denn man muss bedenken, dass es bei der dann notwendigen Systemerneuerung, auch um eine vollständige Entmachtung und Beseitigung der bisherigen Herrschaftsstrukturen gehen wird, weil gehen muss, weil ganz grundsätzlich eine grundlegende Erneuerung dieser dann Notwendigkeit nur dann wirklich gelingen kann, wenn die alten Akteure, Institutionen und Strukturen vollständig ersetzt werden. Denn es hat noch nie funktioniert, wenn man, in welcher Form auch immer, den Bock mit zum Gärtner macht.   -   Und ob die Macht- und Finanzeliten das so einfach hinnehmen und zulassen würden? Beweise dafür, dass das herrschende System im Prinzip unmittelbar und sofort mit Gewalt gegen Gegenbewegungen reagiert, gibt es in Europa, in den USA, in Südamerika, in Asien, in der ganzen Welt zuhauf. Auch in Deutschland, z.B. “Stuttgart 21”. Und das bedeutet, dass die Menschen auf jeden Fall von den Machteliten faktisch dazu gezwungen werden würden, für ein neues sozialeres, gerechteres und nachhaltiges Gesellschaftssystem im wahrsten Sinne des Wortes kämpfen zu müssen. Und ob die Menschen dann dazu mehrheitlich auch wirklich und tatsächlich bereit wären, dafür gibt es allerdings überhaupt keine Anzeichen, weder geistig-intellektuelle noch mentale. D.h., dass ein dann notwendiger revolutionärer Akt durch die dafür notwendigen Mehrheiten in den Gesellschaften, zumindest im Moment eher unwahrscheinlich wäre. (Juli 2015)
Deswegen könnte nach einem irreparablen Systemzusammenbruch, als Wahrscheinlichkeit das folgende Szenario eintreten: (1)   Die Neue Weltordnung  -  Das offizielle alternative Gesamtsystem Die Neue Weltordnung ist ein politisches Konzept, das mit einer international einheitlichen Friedens- und Rechtsordnung ein globales System der kollektiven Sicherheit sowie der politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Stabilität etablieren soll. Geprägt hat diesen Begriff der damalige US-Präsident Woodrow Wilson, der nach den Schrecken des 1. Weltkrieges aus einem hehren humanistischen Ansatz dieses Ziel verfolgte und dafür versuchte, den Völkerbund als die internationale Institution mit einem niedergeschriebenen rechtlich verbindlichen Völkerrecht zu etablieren, was aber vollkommen gescheitert ist. George H. W. Bush hat nach dem Zusammenbruch des Ostblocks in den 1990ern als damaliger US-Präsident den Begriff der Neuen Weltordnung wieder neu auf die politische Agenda gesetzt. Allerdings haben sich die Ziele dieser neuen Weltordnung ins Gegenteil verkehrt. Der humanistische Ansatz eines Woodrow Wilson, ist einem reinen wirtschaftsradikalen sowie weltmacht- und weltherrschaftspolitischen Denken gewichen. Nach der Analyse von Positionspapieren und Aussagen, der Verflechtungen der federführenden Akteure und Organisationen, der politischen und wirtschaftlichen Lebenswege sowie des politischen und wirtschaftlichen Denken und Handelns dieser Akteure, lässt sich nur ein Bild konstatieren, das Schlimmstes befürchten lässt. Ausgangspunkt dieser Analyse war die Fragestellung, ob das bestehende System im Falle eines irreparablen Systemzusammenbruchs überhaupt selbst eine eigene Alternative zum dann Gescheiterten anzubieten hat, und wenn ja, welche? Und bei den Recherchen z.B. bei systemnahen und -beratenden Think Tanks, trifft man im Prinzip unmittelbar und sofort auf das Konzept der Neuen Weltordnung. Man muss sogar sagen, dass sich die NWO in systemlenkenden und -bestimmenden Kreisen inzwischen zu einem Hauptthema bzw. mittlerweile sogar zu sowas wie einem Zeitgeist mit den dann üblichen und von den Anfängen des Neoliberalismus her schon bekannten Dynamiken entwickelt. Nach dieser Analyse, wird diese sog. Neue Weltordnung in der Praxis eine einzige, alleinige Weltregierung bedeuten, in der die gesamte globale politische und gesamtsystemische sowie die rechtliche Gestaltungsmacht auf eine kleine Herrschaftselite konzentriert sein wird. Nationalstaatliche, demokratisch legitimierte Regierungen werden dann rechtlich entmachtet sein und dann keinerlei Einfluss mehr ausüben können, weder gesellschafts- noch sozial- noch wirtschaftspolitisch. Sie werden dann im Prinzip nur noch so etwas wie regionale Statthalter sein, ohne wirkliche Souveränität, sondern nur noch in kulturellen und Identitätsfragen eine Art Eigenständigkeit behalten. Wirtschaftlich wird diese neue Weltordnung ein rein marktradikales Wirtschaftssystem bedeuten, in dem die Interessen einer kleinen Finanz- und Investorenelite störungsfrei und rechtlich abgesichert sowie ohne jegliche Möglichkeiten der demokratischen Einflussnahme umgesetzt werden können. Und gesellschaftlich kann es danach nur auf eine totale Kontrolle über die Menschen hinauslaufen, der man sich im Prinzip bedingungslos unterwerfen muss, weil ansonsten problemlos die eigenen individuellen Existenzmöglichkeiten eliminiert werden können. Es ist ein Schreckensszenario, das in der Praxis (ohne zu übertreiben) faktisch die Vollendung einer globalen feudalen Sklavengesellschaft bedeuten kann bzw. aufgrund der Logik eines solchen Systems, auch bedeuten wird. Die Neue Weltordnung wird häufig noch als eine Erfindung von Verschwörungstheoretikern gesehen, dabei wird sie schon längst von offizieller Regierungsseite mit in die öffentliche Diskussionen gebracht. In der bis dato offiziellen Kommunikation, wird die NWO bzw. die angestrebte Weltregierung als die Institution vermittelt, die die global zusammenhängenden und komplex wirkenden Probleme wie den Klimawandel, Kriege, Terrorismus, Arbeitslosigkeit, Armut, politischer und gesellschaftlicher Radikalismus oder Wirtschafts- und Finanzkrisen lösen können soll. Krisen, Verwerfungen und Fehlentwicklungen, die von der begrenzten nationalstaatlichen Ebene aus angeblich nicht mehr zu lösen sein sollen. Dabei werden die nationalstaatlichen Souveränitäten sogar als das grundlegende Hindernis für globale Problemlösungen dargestellt bzw. werden als die eigentliche Ursache für diese Fehlentwicklungen mit verantwortlich gemacht. Angela Merkel spricht auch ganz offen davon, dass die NWO natürlich auch mit dem Verlust nationaler Souveränität einhergehen wird und muss und dass sich die Menschen daran zu gewöhnen hätten. Die Benennung der tatsächlichen Hauptursachen dieser systembedingten Negativentwicklungen und einer in wichtigen Fragen mangelnden einheitlichen globalen politischen Linie der Nationalstaaten, nämlich das bestehende globale und global deregulierte marktradikale Wirtschafts- und Finanzsystem und die daraus zwangsläufig resultierenden und auf Dauer angelegten wirtschaftlichen, sozialen und macht-politischen Ungleichheiten, die die Nationalstaaten zwangsläufig in einen ruinösen Konkurrenzkampf zwingen, werden in dieser offiziellen Kommunikation natürlich ausgespart. Und so soll dann auch die öffentliche Diskussion ganz bewusst allein nur auf die Systemebene Politik konzentriert und beschränkt werden, um so eine Diskussion über das Wirtschafts- und Finanzsystem möglichst gar nicht erst aufkommen zu lassen. Zu den bekanntesten federführenden Akteuren dieser neuen Weltordnung zählen u.a. die Bush’s, die Clinton’s, die Rockefeller’s, die Rothschild’s, führende Adelshäuser (hier federführend das niederländische Königshaus), Angela Merkel, Henry Kissinger, Condoleezza Rice, die EU-Kommission aufgrund ihrer politischen Arbeit und Funktion, Anders Fogh Rasmussen, Mauricio Macri, José Manuel Barroso sowie weltweit weitere führende Politiker in unterschiedlichen Regierungspositionen. Des Weiteren gehören zahlreiche globale Wirtschaftsführer zu den Befürwortern, u.a. Bill Gates und die Koch-Brüder (Koch Industries) sowie solche Unternehmen wie Apple, Google und Facebook. Zu wichtigen Organisationen und Foren gehören u.a. die Bilderberg-Konferenzen, das Council on Foreign Relations, die Atlantik-Brücke, das Weltwirtschaftsforum in Davos, die Bertelsmann-Stiftung, das Berggruen Institute, das Council on the Future of Europe, Brookings, das CATO Institute, das Think Tank-Netzwerk der Mont Pelerin Society sowie weitere Think Tanks und politische Foren. Ebenso fließt die NWO mittlerweile in die Lehrpläne der Politikwissenschaften an den Universitäten mit ein, z.B. an der Stanford University, Kalifornien/USA, an der University of California, Los Angeles und langsam beginnend an der Harvard University, Cambridge/Massachusetts. Es gibt die publizistische Unterstützung weltweit führender Medien- und Verlagshäuser, so u.a. des Springer-Konzerns, der Bertelsmann-Mediengruppe, des Burda-Verlags, des Murdoch-Konzerns sowie der Disney-Holdings. Zu den herausragenden intellektuellen Erkenntnissen der Akteure gehört, dass es zuerst einen globalen, im Prinzip irreparablen Systemzusammenbruch braucht, weil erst dann die Chance besteht, die alleinige Weltregierung reell etablieren zu können. Erst dann werden die Menschen in ihrer Schockstarre und ihren unreflektierten Ängsten sowie ihrem unreflektierten Bedürfnis nach Sicherheit, Stabilität und einfachen Lösungen und vor allem auch aufgrund ihrer geistigen und mentalen Trägheit mehrheitlich dazu bereit sein, die Neue Weltordnung als Lösung zu akzeptieren und anzunehmen  -  und welche dann in Form einer Schockstrategie durch- und umgesetzt werden dürfte.
Diese Einschätzung teile ich voll und ganz, denn zu dieser Erkenntnis bin ich unabhängig ebenfalls gelangt. Eine notwendige Systemerneuerung, wird grundsätzlich überhaupt nur erst dann (vielleicht) möglich werden, wenn das bestehende System vollständig zusammengebrochen ist. Vorher werden die Menschen mehrheitlich zu grundlegenden Systemänderungen bewusst nicht bereit sein, selbst dann nicht, wenn sie dringend und vernünftigerweise notwendig sein sollten. Die grundsätzliche Bewahrung des Bestehenden aus Angst vor Neuem und Unbekanntem, ist in den Denk- und Handlungsmustern und -strukturen der Menschen sehr tief verankert. Und deswegen setzen sich die Menschen mehrheitlich mit konstruktiven Inhalten weder in der dafür notwendigen Form auseinander noch konsequent dafür ein. Stattdessen, ist ein allgemeines, gesamtgesellschaftlich durch alle Ebenen und Bereiche gehendes, sehr breites Phänomen festzustellen, dass wenn im Bewusstsein die Erkenntnis reift, dass das Bestehende real scheitert oder gescheitert ist, die individuelle innere Struktur aktiviert wird, die bis dahin vielfach noch im Unbewussten lag. Und zwar zeigt sich dann in diesem Auseinandersetzungsprozess, ob man eher ein “Linker” oder eher ein “Konservativer” bis “Rechter” mit allen damit einhergehenden ideologischen Entwicklungen ist oder schon darüber steht. Allgemein lässt sich feststellen, dass bei einem Scheitern des Systems eben nicht etwas wirklich Neues angegangen und ausprobiert wird, sondern entweder trotzdem am Bestehenden um jeden Preis weiter festgehalten wird oder eben wieder zu Altem, Vorherigem zurückgekehrt wird (Stichworte: Neo-Marxismus, Neo-Konservativismus, Neo-Faschismus und Neo-Nationalismus). Auch unter den sog. Systemerneuerern ist das Phänomen zu Altem und Vorherigem zurückzukehren anzutreffen. Z.B. in den (Neo-) Graswurzel-, Gemeinschafts- und Regionalisierungsbewegungen, die es schon vor über 100 Jahren gab und die damals aufgrund existenzieller Defizite und einer grundlegenden Unpraktikabilität zwangsläufig gescheitert sind und dennoch heute wieder in genau den selben retardierenden Ausgestaltungen, oft sogar mit einem direkten Bezug auf die damaligen Ideen und Inhalte, als Alternative neu gegründet werden und auch deswegen natürlich erneut die selben fundamentalen Fehler begehen. Denn vom frustriert sein und der Benennung sowie der Ablehnung des falsch Laufenden bis zum tatsächlichen konstruktiven Erneuern, ist es noch ein weiter Weg. Denn im Inneren, in der inneren Auseinandersetzung, besteht zwischen dem Ablehnen und etwas anderes wollen und dann dem tatsächlichen Anstreben und Angehen von auch wirklich Neuem, ein Unterschied, wie zwischen Tag und Nacht. Und hierbei muss dann auch noch die eigene Sozialisation durch das bestehende System erkannt, ergründet und überwunden werden. Gepaart ist dieses Phänomen mit einer inneren Haltung, in der es hauptsächlich darum geht, dass der eigene wirtschaftliche Status wieder hergestellt und gesichert wird. Wie und in welchem System, ist dabei sozusagen im Prinzip vollkommen egal. Diese Haltung war (und ist) mehrheitlich auch in den sog. Occupy-Bewegungen anzutreffen. U.a. auch deswegen, sind sie logischerweise auch gescheitert, weil man mit so einer Haltung natürlich nichts bewegen, verändern und schon erst recht nicht konstruktiv und wirklich erneuern kann. Denn eine bessere Welt zu wollen und sie dann auch tatsächlich aus seinem ganzen Inneren auch wirklich praktizieren zu können, sind zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe. Ebenso zeigen sich in Zeiten komplexer systemischer Umbrüche, die Unwissenheiten und die Bauchgefühle in der breiten Bevölkerung, welche sich dann Populisten und Demagogen jeglicher Couleur zunutze machen und das in der Regel auch mit Erfolg. Und die wiederum daraus resultierenden Bewegungen, sind von ihrem Wesen grundsätzlich immer anti-intellektuell und radikal-ideologisch. Und hier zeigt sich dann der regelrechte Unwille in breiten Teilen der Bevölkerung, sich mit den Komplexitäten systemischer Zusammenhänge überhaupt befassen zu wollen.   -   (Anmerkung des Autors)
mb MARTIN BESECKE I • N • V • D • D